Was ist die Schreibwerkstatt?

Willst du Journalist werden? Hier kannst du deinem Ziel, einen perfekten Artikel zu schreiben, näher kommen. Dein Text wird in der SZ-Redaktion redigiert und hier veröffentlicht. Bevor du loslegst, starte am besten bei den Schreibtipps.

 

Reportage: Burnout

Freitags, halb elf, in der Aula. Wir Schüler der Q11 am Ernst-Mach-Gymnasium haben noch 10 Minuten bis zu den nächsten 135 Minuten Unterricht. Die meisten haben sich in ihre Schulbücher vertieft. Es ist laut, durchgängig laut. Die Fünft- und Sechstklässler spielen auf den Gängen Fangen, man wird laufend angerempelt. Nimmt man sich die Zeit, sie darauf anzusprechen, blicken sie einen treuherzig ins Gesicht und >>>>>

Reportage: Generation Doof-Die Verdummung der Gesellschaft

Die deutsche Republik glaubte sich von ihm erholt zu haben, diesem fiesen Virus, der fast jeden zu infizieren schein, der sich traut, den Fernseher einzuschalten. Er kehrt seit vier Jahren alljährlich wieder. Er bringt Mädchen zum Kreischen und macht sie offenbar einer Gebieterin hörig. Ob man sich infiziert hat, ist leicht zu sagen. Symptome sind zum Beispiel chronischer Zeitmangel an Donnerstagabenden und eine gewisse >>>>>

He du!

Gedicht: He du!

"Ja genau du! Komm mal her, ganz dicht ans Papier. Ich bins, dein Gehirn, erkennst du mich nicht mehr? Jaja, ich weiß, es sind Ferien und du brauchst mich nicht so oft. Aber trotzdem solltest du mich nicht vergessen. Schließlich lese ich dir grade diesen Text vor und helfe dir in allen möglichen anderen Situationen auf die Sprünge."So oder anders würde wahrscheinlich das Gehirn mit uns reden. Es würde sich ausheulen und nicht mehr stoppen >>>>>

Baracke X: Eine Aufforderung zum Nachdenken

Reportage: Baracke X: Eine Aufforderung zum Nachdenken

Dachau, neun Uhr morgens. Mir ist kalt, bitterkalt. Und das liegt nicht nur an den Minusgraden. Ich befinde mich vor dem Eingangstor des Konzentrationslagers Dachau. „Arbeit macht frei“ steht über dem Gitter. Nachdenklich betrete ich den Appellplatz. Ich schaue mich um, fühle mich irgendwie beobachtet. Der Rest meiner Klasse, der sich auf dem Hinweg noch lauthals unterhalten hat, verstummt langsam. Unser erstes Ziel ist das >>>>>

Porträt: Meine Schwester

Ich kenne meine Schwester nun schon seit 12 Jahren. Sie geht morgens um 7.30 Uhr zur Schule und kommt mittags oft schlecht, oft gut gelaunt nach Hause, abhängig von den Schulnoten. Kommt sie mit einem normalen „ Hallo" durch die Tür, weiß man, dass es eine vier, fünf oder selten eine sechs ist. Ruft sie aber „ Hallihallo", hat sie eine eins, zwei oder drei und der Tag ist gerettet. Für sie. Für mich wird`s dann >>>>>

Zwischen Metropolenflair und Killerwalen - Kanadas Westküste

Bericht: Zwischen Metropolenflair und Killerwalen - Kanadas Westküste

Wenn man gegenüber einem Mitteleuropäer Kanada erwähnt, denkt der mit größter Wahrscheinlichkeit an Holzfällerhemden, überdimensionale Autos, menschenlose Weiten, schneebedeckte Rocky Mountains und Temperaturen, bei denen man am liebsten die Fellmütze hervorkramt. Klischee eben. Oh ja, es gibt sie, diese Holzfällerhemden tragenden und verrostete Spritschleudern fahrende Spezies der Kanadier - die „Rednecks“. Und die >>>>>

Gedicht: Der Nasenbär

Steige in den Bus nach Hause ein. Harte Schule, lang verdientes Wochenende. Muss Geld verdienen fürs Ausland, später. Überlege, wie.Setze mich in den Vierer. Vor mir zwei Mädchen, türkischer Herkunft. Getuschel. Hand vor den Mündern. Die dunklen Augen auf mich gerichtet.Bin fasziniert. Würde gern mitreden. Drehe meinen Kopf zur Seite, versuche sie zu ignorieren.Großes Gelächter. Meine Nase fällt auf. Ich ärgere mich. >>>>>

Beerdingung

Reportage: Beerdingung

Es ist ein wunderschöner Tag. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und im Hintergrund lachen die Kinder. Es sind viele Leute da, der Friedhof ist voll. Die Musikkapelle spielt, kaum einer weint, ihre Mutter weint die Tränen der anderen mit. Eine riesige schwarze Masse drängt sich um ihren Sarg, alt, jung, groß, klein und kaum einer weint. Der Pfarrer spricht das das letzte Amen, die Leute drücken ihr Beileid aus. >>>>>

Richtig reisen geht anders

Klassenprojekt: Richtig reisen geht anders

Neulich...war ich in den United States of America mit eine Reisegruppe von Jugendlichen und zwei genervten Betreuern.  Der erste Tag war der schlimmste, weil ich um 5:30 Uhr aufstehen musste. Treffpunkt war um 7:30 Uhr am Flughafen München, am Beate Uhse Shop. Nach dem Einchecken in den Flieger und ab nach L.A.. Der Flug dauerte 13 Stunden. Ich habe keine Minute geschlafen, obwohl ich eine Schlaftablette genohmen habe. Als wir ankamen >>>>>

Porträt: Kunst ist Wurst

Martin Krejci beugt sich konzentriert über seinen kleinen Patienten. Jetzt geht es in die heiße Phase. In feinsäuberlicher Detailarbeit hatte er einen Mikrophonknopf in der Mitte der Weißwurst platziert. Das Zunähen ist deshalb so schwierig, weil die dünne Haut der Wurst leicht zerreißen kann. Der letzte Stich ist getan. Martin entspannt sich. Jetzt hört er die Wurst noch ab. Es erklingt die beabsichtigte dissonante Geräuschkulisse. Zufrieden >>>>>

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