Kommentar
Schwieriger Einsatz
von Alexander Kam, Jahrgang 1994, am 22.03.2010
Zuerst war die Abstimmung zu Afghanistan. Die Linke protestierte und flog, zu Recht, raus. Freiherr von und zu Guttenberg formulierte es treffend: "Das ist ein bemerkenswerter Vorgang, und an manchen ist die Kinderstube anscheinend mit Lichtgeschwindigkeit vorbeigerauscht!" An der Reaktion der Medien, die die populärsten und am leichtesten zu vertretenden Meinungen präsentieren, merkte man, dass diese Aktion der Linken wohl in die Hose gegangen ist und dabei eher ein paar Wählerstimmen verloren statt gewonnen wurden. Aber natürlich, wie kann man das vergessen, dort ging es nicht um Wählerstimmen, es ging natürlich um unsere Soldaten am Hindukusch. Denken diese Möchtegern-Karl Liebknechts und Rosa Luxemburg-Imitatorinnen wirklich noch, dass dort unten alles von selbst wieder gut wird und die Taliban ganz brav werden? Ihre Geldquelle zu zerstören, das wäre wirkungsvoll, ist aber nicht möglich. Wie will man Drogenanbau, der praktisch überall in dem Land möglich ist, stoppen? Kontrollen? Dazu bräuchte man 100.000 Beamte, die nicht bestechlich sind. Die wird man nicht finden.Magst du mitschreiben?
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